Vorrunde zur Senioren-Team-DM



05. Mai 2016, Hamburg-Lurup. Traditionell richtet der SV Lurup am Himmelsfahrttag eine Vorrunde zur Senioren-Team-DM aus. So auch in diesem Jahr und im Gegensatz zum letzten herrschte ideales Leichtathletikwetter: warm und leichter Wind. Drei Mannschaften des LBV Phönix wollten sich wie im Vorjahr für die Endrunde Anfang September in Essen qualifizieren, die W30 als amtierende Deutsche Meister, sowie die jeweiligen Deutschen Vizemeister M30 und M40. Nehmen wir vorweg, dass alle drei Mannschaften dieses Vorhaben aufgrund ihrer jeweils erzielten Punktzahlen erreicht haben sollten und nun in die Vorbereitung für die Endrunde einsteigen können.

Motiviert gingen die Werfer das Unternehmen an. Aus taktischen Gründen starteten die eigentlichen M40-Werfer Ralf Mordhorst und Oliver Rohwer in der M30, da in der M40 selbst noch weitere sehr starke Werfer für die notwendigen Punkte sorgen sollten. Ralf setzte im Diskuswurf mit 48,45m einen ersten bemerkenswerten Saisonrichtwert. Oliver Rohwer blieb mit 40,91m im Rahmen der Erwartungen. Im Kugelstoßen wollte ihm dafür trotz großer Hoffnungen wenig gelingen. Zu anfällig war an diesem Tag seine Drehstoßtechnik und bevor er sich‘s versah, waren vier ungültige Versuche auf dem Konto zu verbuchen. Da in einer Mannschaftwertung nur vier Versuche absolviert werden, konnte Oliver daher im Kugelstoßen keine Punkte in die Wertung bringen. Also musste der dritte Athlet einspringen. Und das tat dieser mit Bravour! Dritter Starter war mit Zbigniew „Speedy“ Sikorski ein Sprinter mit Wurf- und Stoßerfahrung. Sehr feine 13,22m waren aller Ehren wert, Ralf konnte hier 13,77m in die Wertung einbringen und bedauerte, dass sein vierter und letzter Versuch mit nachgemessenen 14,50m leider ungültig gegeben werden musste.

Parallel zu den Männern absolvierten die Frauen jeweils ihre Wurfdisziplinen. Mit der Kugel war Mareike Becker trotz fehlenden Trainings mit 11,90m die beste Stoßerin, Vereinskameradin Claudia Kohnke begnügte sich wegen Rückenproblemen mit einem Versuch, der bei 11,40m landete.

Mit dem Diskus lief es dann etwas besser für sie, 40,30m bedeuteten sogar Saisonbestleistung. Den Vogel schoss aber Altmeisterin Mirjam Beier ab. Mit 42,27m warf die Schleswig-Holsteinische Landesrekordlerin der Frauen so weit wie seit 2002 nicht mehr. Ihr ist in diesem Jahr auch durchaus zuzutrauen, sich weiter zu steigern. Als Dritte im Bunde verfehlte Mareike mit 35,67m knapp das vorgegebene Ziel von 36 Metern.

 

In der M40 trafen die Dauerkonkurrenten Marlo Burych und Jan-Boyke Seemann erstmals als Vereinskameraden aufeinander. Marlo konnte dabei beide Duelle für sich entscheiden. Mit dem Diskus lag er mit 35,42m dabei nur knapp vor dem Uetersener Seemann, der die Scheibe auf 34,14m schleuderte. Allerdings konnte er nur einen gültigen Wurf ins Wettkampfprotokoll eintragen lassen, drei weitere landeten rechts außerhalb des Wurfsektors, womit der Athlet äußerst unzufrieden war.

Im Kugelstoßen kam Boyke besser zurecht und stieß mit 12,84m eine Saisonbestleistung. Noch besser lief es trotz technischer Probleme für Marlo, der 13,11m und ebenfalls eine Saisonbestleistung zu verzeichnen hatte. Damit brachten die beiden Kugelstoßer die beste und zweitbeste Punktzahl aller Disziplinen der M40 für ihre Leistungen in die Wertung ein.

Das Gesamtergebnis der M30-Mannschaft stand ganz am Schluss noch einmal auf der Kippe. Beim abschließenden Staffellauf lag nach einer Berührung beim ersten Wechsel plötzlich das Staffelholz auf dem Boden. Nach kurzem Zögern nahm der an zweiter Stelle laufende Christopher Tuncay den Stab aber auf und lief seinen Konkurrenten weit hinterher. Trotz der nun natürlich sehr schlechten Zeit kamen wichtige Zähler in die Punktewertung; letztlich die wichtigsten des ganzen Tages, denn ohne Zieleinlauf hätte die Mannschaft ein weiteres Mal zu einer Qualifikationsrunde antreten müssen.

Sehr bemerkenswert waren in der M30 die 1,60m im Hochsprung des bereits 61jährigen Jouri Gavrilov. Umso bemerkenswerter, als dieser die Latte im kaum noch gezeigten Straddlestil bauch- und nicht rückwärts überquert.